Fusspilze

Ansteckung und Übertragung von Fußpilz

Die Übertragung der Dermatophyten erfolgt direkt durch den Kontakt von Mensch zu Mensch, sowohl über erregerhaltige Schüppchen auf Fußböden oder Badematten als auch über Strümpfe und Schuhe aber auch von Tier zu Mensch. Bei den zoophilen Dermatophyten sind insbesondere Meerschweinchen, Goldhamster, Zwergkaninchen, aber auch Mäuse und Ratten wichtige Überträger. Auch ist eine Übertragung durch Kontakt mit kontaminierten Gegenständen möglich. Weitere Ansteckungsquellen sind öffentliche Nassbereiche in Schwimmbädern, Saunen, Sporthallen, Wasch- und Duschräumen, Umkleidekabinen und Turnhallen, aber auch in Bädern oder Teppichböden von Hotels und Wohnungen, in denen barfuss gegangen wird. Auch über Anprobekabinen in Kaufhäusern oder überall dort, wo Schuhe ausgeliehen werden, kann durch mangelnde Fußhygiene der Fußpilz leicht übertragen werden. Auch Skiverleih, Bowlingbahnen und Eisstadien gehören mit zu den größten Infektionsquellen. In allen Gefahrenzonen finden die Pilzsporen optimale Bedingungen zum Überleben und zur Verbreitung. Eingeschleppt werden sie durch Personen oder Tiere, die bereits mit Pilzen infiziert sind und dort pilzhaftende Hautschüppchen verlieren. Ein häufig unterschätzter Ansteckungsweg sind auch Schuhkäufe, wobei insbesondere im Sommer oft Schuhpaare verpilzt sind. Schuld daran sind sockenfaule 'Barfußprobierer'.

Übertragen wird die Pilzinfektion durch sogenannte Sporen, die Fortpflanzungsform der Pilze. Diese sitzen z.B. auf abgeriebenen Hautschuppen und können dort aufgrund ihrer hohen Widerstandsfähigkeit mehrere Wochen überleben und somit überall verteilt werden. Durch eine Reihe von Faktoren wird die Ansteckung des Fußpilzes begünstigt, zu denen Barfüßigkeit, Feuchtigkeit und Wärme zählen. Feuchtigkeit und Wärme schaffen besonders gute Voraussetzungen für die Pilze, um sich zu vermehren und in die aufgeweichte Haut einzutreten. Fußpilz wird zwar von Mensch zu Mensch übertragen, jedoch geschieht dies selten durch direkten Hautkontakt. Jeder Mensch verliert ständig feinste Hautschüppchen, wo auch immer er hingeht, und verteilt diese unsichtbar auf dem Fußboden. Pilzhaltige Hautschuppen werden von anderen Menschen wieder aufgesammelt und die Übertragung der Pilzsporen ist bereits angelaufen.

Jedoch infizieren sich nicht alle Menschen, da die Haut durch einen Schutzfilm vor Krankheitserregern wie Pilzen und Bakterien geschützt wird. Pilze können nur in die Haut und die Nägel eindringen, wenn die Haut vorgeschädigt ist. Diese kleinen Hautverletzungen, welche man oftmals nicht einmal sehen kann, können durch verschiedenste Ursachen bedingt sein.

Falsche Körperpflege, Unpassendes Schuhwerk, ständige Durchfeuchtung (Schwimmbad, Sauna, Synthetikwäsche, Schweißfüsse) oder innere Erkrankungen (wie z.B. Diabetes mellitus, Durchblutungsstörungen) begünstigen eine Infektion ebenso wie die bekannte 'Überwucherung' bei langandauernder Therapie mit Antibiotika.


 

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